Volkssolidarität Ortsgruppe

Miteinander - Füreinander
Die Geschichte der Ortsgruppe der Volkssolidarität Lengfeld/Ahlstädt

Von Hugo Graß zur lebendigen Ortsgruppe – eine Chronik sozialer Solidarität

Im unmittelbaren Nachkriegsjahr 1945, als Holz und Hoffnung gleichermaßen knapp waren, gründete Hugo Graß die Ortsgruppe der Volkssolidarität in Lengfeld. Er setzte damit den Grundstein für eine lokale Institution, die sich im Sinn des bundesweiten „Volkssolidarität gegen Wintersnot“-Appells formierte, initiiert im Oktober 1945 – getragen von Parteien, Kirchen und Gewerkschaften.

Schon bald übernahm seine Frau Hanni Graß – liebevoll „Mutter von Lengfeld“ genannt – eine zentrale Rolle im sozialen Netzwerk der kleinen Gemeinde. Sie organisierte Milchversorgung für Kinder, die oft mit winzigen Blechtöpfen in der Hand dastanden. Sie kümmerte sich um Kleidung und Schuhe für Bedürftige und verteilte diese direkt vor Ort. Ihre Tochter Elisabeth und Rosi Ruck (später Sachs) übernahmen das Kassieren der Beiträge – ein einfaches, aber essentielles Fundament der Ortsgruppe.

Über die Jahrzehnte hinweg wurde die Arbeit der Ortsgruppe von zahlreichen engagierten ehrenamtlichen Menschen getragen. Sie alle verband der Wille, Gemeinschaft zu schaffen. Aus reiner Nothilfe wurde ein lebendiges Miteinander, das bis heute Generationen verbindet. Der heutige Rentnertreff in Lengfeld steht sinnbildlich für diese Entwicklung – als Ort der Begegnung, des Austauschs und des Zusammenhalts.

Die Volkssolidarität Lengfeld war dabei stets eng mit der Gemeinde verbunden und ein verlässlicher Teil des sozialen Netzes vor Ort. Sie steht für Fürsorge, Nähe und Verantwortung füreinander – nicht als Pflicht, sondern aus Überzeugung.

Diese Geschichte lebt weiter – durch die Menschen, die sich engagieren. Die Volkssolidarität ist mehr als ein Verein: Sie ist Nachbarschaft, Erinnerung und gelebte Solidarität.

Kontakt

Volkssolidarität Lengfeld e.V.

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98660 Lengfeld